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Lichtmesskonferenz in Nagold (mit Kindermissionsfest)

Willkommen auf den Internetseiten einer der traditionsreichsten Veranstaltungen im nördlichen Schwarzwald!

Thema 2018: »Geh unter der Gnade!«

Am Sonntag, 4. Februar 2018 ist die 162. Lichtmesskonferenz im Nagolder Zellerstift. Hauptreferent ist Manfred Siebald. Ab 13 Uhr laden wir ein zu Vorträgen, Seminaren und Infoständen. Parallel findet für Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren ein Kindermissionsfest statt.


Gottes Botschaft mit Worten, Werken und Musik – ein Rückblick auf 2017

Über 180 Missionsfreunde und etwa 20 Kinder versammelten sich am Sonntag zur Lichtmesskonferenz im Nagolder Zellerstift. Die traditionsreiche Veranstaltung, die vor über 160 Jahren von Gottlieb Heinrich Zeller anlässlich des Lichtmess-Feiertags ins Leben gerufen wurde, bot wieder zahlreiche Stände, an denen sich die Besucher über die Anliegen der Missionare und Missionswerke aus der Region informieren konnten.

Klaus Göttler, Dozent am Johanneum in Wuppertal und Vorsitzender von »Jesus House«, sprach in seiner Predigt über das Wort des Heiligen Geistes, das dem gottesfürchtigen Simeon über die Ankunft von Jesus Christus zuteil geworden war. Wie verändernd ein einzelnes Wort auf das persönliche Leben sein könne, erlebe man bei jeder Trauung, so Göttler. Und selbst die Weltpolitik werde manchmal von wenigen Worten in Bewegung gebracht. Die Worte, die Jesus spricht, seien allerdings »Worte der Versöhnung«, sie seien gegen Spaltungen und den »Bürgerkrieg der Gedanken« gerichtet, von denen einige im Blick auf die heutige Zeit bereits reden. »Sein Wort geht nie aus, es schafft Wirklichkeit durch seine Kraft«, resümierte Klaus Göttler.

Mit seinem virtuosen Gitarrenspiel umrahmte der seine Predigt, für die weitere musikalische Gestaltung sorgte ein Lichtmess-Posaunenchor unter der Leitung von Walter Großmann mit Bläsern aus dem Bezirk. Während der Workshops konnte man sich noch weiter auf Göttlers faszinierende Kombination von Musikstücken und inhaltlichen Impulsen einlassen. In weiteren parallel stattfindenden Seminaren informierte Désirée Schad von »Christliche Fachkräfte International« über Kurzzeiteinsätze für missionarische Projekte im Ausland. Michael Münster von der »Bibelliga« und drei Mitarbeiter der »Gideons« gaben vertiefende Einblicke in die weltweite Arbeit der Bibelverbreitung.

Gegen Ende des Nachmittags kamen im großen Saal wieder alle zusammen, die Kinder berichteten von den Aktionen ihres Kindermissionsfests, das im Untergeschoss des Zellerstifts stattgefunden hatte. Nach einem Austausch im Plenum verabschiedete Dekan Ralf Albrecht die Besucher mit einem »Wort auf den Weg«.


Lichtmess

»Mariä Lichtmess« oder »Darstellung des Herrn« ist der 40. Tag nach Weihnachten und erinnert an die Darbringung Jesu als erstgeborenen Sohn im Tempel. Nach dem Gesetz des Mose war eine Mutter nach der Geburt 40 Tage unrein (3. Mose 12,1–8). Danach brachten Maria und Josef ihren Sohn nach Jerusalem. Der gottesfürchtige Simeon und die Prophetin Hanna kamen zur Darstellung im Tempel dazu und erkannten in Jesus das Licht der Welt. Lukas 2,22–40 berichtet davon. Diesem Bibeltext wurde in den letzten Jahren das jeweilige Motto der Konferenz entnommen.

Lichtmesskonferenz

Gottlieb Heinrich Zeller wollte einmal im Jahr alle Missionsinteressierten zu einem Austausch versammeln und benutzte dazu den damals arbeitsfreien Lichtmesstag. Seit der Abschaffung dieses Feiertags findet die Konferenz am ersten Sonntag im Februar statt. Auch noch heute ist der Mittelpunkt der Veranstaltung der im Missionsbefehl festgelegte Auftrag an die Gemeinde: das Evangelium der ganzen Welt zu sagen. Die erste Lichtmesskonferenz war am 2. Februar 1857. Seither hat sie ununterbrochen jedes Jahr stattgefunden.

Dr. Gottlieb Heinrich Zeller (1794 bis 1864)

G. H. Zeller war gottesfürchtig und wohlhabend. Er hatte einen Blick für die Herausforderungen seiner Zeit. Als Apotheker und Wissenschaftler war ihm immer auch das Wohl seiner Mitmenschen ein Anliegen. Mit der von ihm gegründeten Lichtmesskonferenz wollte der fromme Pietist die Mission in Württemberg zu einem Anliegen machen und den Blick für die Menschen in aller Welt weiten. Hauptredner der ersten Konferenz war der mit Zeller befreundete Pfarrer, Evangelist und Publizist Christian Gottlob Barth (1799 bis 1862) aus Calw. Das Erbe von Zeller lebt in dieser Konferenz fort – und auch im Veranstaltungsort, dem Gemeindehaus »Zellerstift«, das auf seine Stiftung zurückgeht und seinen Namen trägt.


Veranstalter (Impressum):

Zellerstiftung Nagold,
Vorsitzender: Dekan Ralf Albrecht, Hohe Str. 7/1, 72202 Nagold
Telefon: 07452 2423

Anschrift des Veranstaltungsorts:

Evangelisches Gemeindehaus Zellerstift
Lange Straße 17
72202 Nagold


Von Washington nach Nagold – ein Rückblick auf 2016

Steffen Kern als Hauptredner bei der Lichtmesskonferenz / Ausstellung und Seminare zeigen buntes Spektrum

»Jesus – der Mittelpunkt unseres Glaubens«. Für Christen ist diese Aussage eigentlich selbstverständlich, die Veranstalter der 160. Lichtmesskonferenz wollten sie zum runden Jubiläum aber besonders unterstreichen. Steffen Kern, Geschäftsführer des »Altpietistischen Gemeinschaftsverbandes«, Pfarrer und Buchautor konnte dafür als Redner gewonnen werden. Ebenso wie vielen Missionaren und Missionsinteressierten, die sich alljährlich seit 1857 versammeln, ist es Kerns Anliegen, Menschen für den Glauben an Jesus Christus zu gewinnen. Besonders eindrücklich bewies er dies bei ProChrist, wo er 2013 kurzfristig Ulrich Parzany vertreten musste und vor Hunderttausenden predigte.

Kern war vor einigen Tagen nach Amerika eingeladen worden, um am dem Gebetsfrühstück des US-Präsidenten Barack Obama teilzunehmen. Hatte er 30 Stunden zuvor den berühmten Schauspieler Morgan Freeman noch persönlich gegrüßt, sprach er nun im alterwürdigen Nagolder Zellerstift zu den 300 Versammelten.

Die Worte Jesu seien es, die uns auch heute noch täglich herausfordern, so Steffen Kern. Die Bergpredigt umfasse nur wenige Kapitel in der Bibel, doch »damit wird man nie fertig.« Jesus lege durch seine Lehre und sein Wirken den Maßstab an unser Leben. »Die Ich-bin-Worte zeigen sein Wesen, die Wundergeschichten entfalten sein Leben.« Jesus Christus habe uns Gott näher gebracht als alle Propheten, seine Auferstehung und die Vergebung der Sünden schließlich seien für Christen tatsächlich der »Mittelpunkt des Glaubens«.

Über die Anliegen der Missionare und Missionswerke konnten sich die Besucher auch an den Ständen informieren, die den Veranstaltungssaal umrahmten. In Arbeitsgruppen gab es nach der Kaffee- und Begegnungspause die Gelegenheit, einzelne Themen zu vertiefen: Holger Jung und Ortwin Österle beleuchteten die Bedeutung von Jesu für Muslime, Markus Völker berichtete aus der Mission in Südamerika, von ihrer geistlichen Berufung erzählten Angelika und Thomas Röhm. Ganz konkrete Vorschläge zum Kurzzeiteinsatz für junge Leute gab es bei »Christliche Fachkräfte International«.

Zurück im Plenum fragte Dekan Ralf Albrecht die Referenten nach besonderen Begegnungen mit Glaubensgeschwistern aus aller Welt. Deutlich zeigte sich, dass Mission nicht nur bedeutet, das Evangelium hinauszutragen, sondern auch von anderen Christen zu lernen, den eigenen Horizont zu erweitern und im Glauben gestärkt zu werden.

Vor der 161. Lichtmesskonferenz im nächsten Jahr findet am 11. und 12. Juni 2016 ein noch größeres Ereignis zum Thema »Mission« statt: Das Landesmissionsfest der Evangelischen Kirche in Württemberg wird 2016 in Nagold durchgeführt. Es wird ein vielfältiges Programm geben, so Kirchenrat Dr. Andreas Kümmerle, das die Stadt nicht so schnell wieder vergessen wird. Auch in der Zeit vor und nach dem Landesmissionsfest wird es Veranstaltungen zum Thema Mission geben, im Grunde war die Jubiläums-Lichtmesskonferenz der Auftakt dazu. Weitere Informationen gibt es unter www.landesmissionsfest.de.

 

Aktualisiert am 13.4.2017